







Superficial kommt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie “oberflächlich”, “flüchtig”.
Die sprichwörtliche “Oberflächlichkeit” von Mode wird hier wörtlich genommen und mit einem Augenzwinkern
und technischer Rafinesse ins Gegenteil verkehrt.
Superficial blickt in die Zukunft und verzichtet soweit wie möglich auf konventionelle Verarbeitungsmethoden wie Nähte. Eine speziell entwickelte, innovative Techno- logie ermöglicht im wahrsten Sinne des Wortes nahtlose Verbindungen und schafft eine neue, geradezu organische Verbindung von Fläche und Raum, Deko- ration und Funktion, femininer Eleganz und Hightech.
Nähte und Einfassungen wurden durch Laminierung mit hitzeempfindlicher, digital bedruckter Polyurethanfolie ersetzt. Schnittkanten wurden mithilfe eines speziellen Siebdruckverfahrens gesichert. Die unkonventionelle Verarbeitung der Modelle ermöglicht individuelle Veränderungen mit minimalem technischen und zeitlichen Aufwand. Damit wird Mode zur interaktiven Benutzeroberfläche
Superficial entstand im Rahmen meiner praktischen Diplomarbeit an der Kunsthochschule Berlin Weissensee im Sommer 2008.
Fotos: Dieter Gramzow
Model: Patrizia Gramzow